Weissmies mal anders!!
Konnte für meinen Arbeitskollegen die Wochenendschicht übernehmen, um dann während der Woche wieder fliegen zu gehen.
Einzig Sebi konnte auch an diesem Dienstag mitkommen. Es war mal wieder Fiesch angesagt, fliegt es dort halt je älter das Jahr wird, umso besser als in den anderen Gebieten. Da ich am letzten Hammertag, den Niesen besucht habe, war ich auch mal wieder super motiviert um nach Fiesch zu gehen.
Das Goms ist bald erzählt. Da es endlich mal wieder SW-Wind prognostiziert hatte, konnten man den ersten Punkt beim Rhonegletscher setzten. Beim ersten Überqueren des Grimsel’s, hatte es denn auch tatsächlich Südwind auf dem Pass. Gut zu erkennen an den Wellen vom See. Also nach dem See etwas Zeit nehmen um Höhe zu machen und den Wendepunkt im Gleitflug über dem Gletscher zu setzen. Beim Rückflug aber dann wie gewohnt schon wieder die ersten Nordwindwellen beim See. Langsam ging’s wieder zurück nach Fiesch. Irgendwie kam ich an dem Tag nicht recht auf Touren oder waren’s die Bedingungen?
Es gelang mir nie schnell zu fliegen und so blieb ich immer irgendwo mal ein paar Minuten hängen.
So war’s dann auch zurück beim Kühboden. Mir kam es ewig vor, bis ich endlich über dem Eggishorn an der Basis war. Beim Gärsthorn, bei Visp hatte ich eigentlich vor Richtung Norden am Bietschhorn vorbei nach Westen zu fliegen. Mir schien die Basis für diesen kurzen Ausflug ans Bietschhorn aber zu tief. Als ich dann über dem Wiwannihorn aufdrehte und Michi Müller beim Bietschorn sah, reute es mich schon ein bisschen es doch nicht versucht zu haben. Ist eh das allergeilste so über die Gletscher und an den senkrechten Felswänden zu fliegen.
Nach der Querung beim Lötschental dann wieder mal einen kurzen Hänger bevor es weiter Richtung Montana ging. Dort lief’s dann für einmal wie geschmiert. Hab immer etwas bedenken beim Anfliegen dieses Plateaus ob es schon spült oder nicht. Das eigentliche Ziel Les Diablerets hab ich dann etwas verkürzt, da ich schon von Montana aus gesehen habe, wie die Wolken von Norden her über die Les Diablerets spühlen. Daher den Wendepunkt hoch über dem Sanetschpass gesetzt und zurück an die Kante die von Saviese Richtung Norden verläuft und mein Ausganspunkt für die Südseite war.
Zum perfekten Zeitpunkt traf ich dann auf der Südseite ein. Jedes Mal als ich die Thermiken ausgedreht hatte und an der Basis war, schattete es die Hänge von der die Thermik hinaufkam ab. Manchmal braucht man auch etwas Glück um am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein.
Über dem Turtmanntal traf ich dann Martin Bühler mit dem ich nun die restliche Strecke zusammen fliegen konnte. So flogen wir zusammen nach Grächen wo wir dann feststellen musste wie mal wieder die Wolke über Grächen das ganze Saastal abschattete.
Nichts desto trotz flogen wir das Weissmies an. Anfänglich noch mit den normalen Geschwindigkeiten mit denen man halt das Saastal reinfliegt(55+ im Trimm), doch diese wurde immer langsamer, bis man plötzlich festellen musste, dass es Südwind hatte! Ja mal was ganz neues für mich dort. Thermik hatte es keine mehr, da wie schon geschrieben alles im Schatten stand. Der Südwind reichte zum Soaren dann leider nur bis auf 3150 Meter, was im Saastal beinahe nichts ist. So versuchten wir uns weiter östlich in der Südflanke des Weissmies. Doch hier wurde der Wind noch schwächer. Also wieder in den Westen und wieder auf die 3150 hochsoaren. Dabei konnte ich entdecken wie nun ein paar einzelne Sonnenstrahlen die Westflanke des Weissmies trafen. Also auf in die andere Seite und es stieg tatsächlich. Langsam, aber stetig kamen wir der Basis entgegen und erklommen das Weissmies. Unbeschreibliche Momente: Das Hochsoaren am Weissmies bei absolut ruhigen Verhältnissen, die unberührte Natur, die einzelnen Strahlen die von der tiefstehenden Sonne auf die Flanken treffen, die Gletscher mit den Spalten, die Felswände, Schneefelder….. Wie schrieb Michi Müller am selben Tag zu seinem Flug: “Wie soll man solche Flüge beschreiben? Die Sprache wird der Intensität der Eindrücke nicht gerecht.“ Eindrücke die ich so bis jetzt nur beim Streckenfliegen erlebt habe. Fliegen ist einfach geil!
In der Höhe merkte man dann wieder den überregionalen Westwind. Daher dann noch eine kurze Soaring-Session am Lagginhorn. Damit war leider der Höhenflug vorbei und es ging wieder ab in den Schatten. Beim Simplon hatte es dann ordentlichen Südwind, der wie beim Föhn über den Pass ins Nanztal gefallen ist. Wir hatten aber beim Lagginhorn zum Glück soviel Höhe, dass es zum überfliegen dieses Windes gereicht hatte und somit gut nach Brig gekommen sind. Dort versuchten wir zuerst im Südwind den Rosswald hoch zu soaren. Bis auf eine gewisse Höhe reichte der Wind auch. Dann war leider Schluss. Letzte Chance für uns beide war also die Konvergenz.
Aber das ist halt immer so eine Sache, die zu finden. Zu zweit ging das dann gar nicht mal so schlecht und konnten so mitten über Brig Höhe machen. Mit dieser Höhe machten wird uns dann auf den Weg Richtung Fiesch zurück, das klappte dann besser als erwartet, da wir in Grengiols auch noch mal „irgendetwas das gestiegen ist“ gefunden haben. Martin Bühler erwischte dann eine gute Linie und schaffte es bis zum Feriendorf in Fiesch. Ich flog etwas neben Ihm und befand mich zum Schluss in sinkender Luft. Bei 15km/h Groundspeed reichte mir die Höhte nicht mal mehr bis nach Lax. So musst ich drehen und in Betten landen. Bis dort ein super Teamfliegen mit Martin. Alleine wären wir wohl nie soweit zurück gekommen. Cool war’s: Schade reichte es nicht auf die selbe Landewiese
Hier noch der Flug
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In ner Woche hab ich dann Zeit… Hoffe das Wetter macht noch etwas mit. Geiler Flug!
bild 19 isch abartig
äh geil
cooler bericht und die fotos so über den wolken sind der hammer