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Auf nach Zürich

Am Vorabend war ich sehr unentschlossen wo es am nächsten Tag hingehen soll. Das Regtherm sah fürs Wallis gar nicht so schlecht aus. Etwas Bise, leider viele, hohe Wolkenfelder. So war die Entscheidung zwischen Interlaken, Riederalp und Üetliberg am Abend noch nicht gefallen. Mal den Wecker um 7 gestellt – damit sollte ich, wohin es am nächsten Tag auch geht, überall pünktlich am Startplatz stehen :) .

Als dann der Wecker klingelte, war bald mal klar: Riederalp wird’s nicht. Eine geschlossene Wolkendecke präsentierte sich mir beim Blick aus dem Fenster. Also auf zur nächsten Destination, Interlaken. Durch den Tunnel ins Berner Oberland – Hier ähnliche Geschichte. Buch hervorsuchen und im Zug bleiben bis zum letzten „Ausweichziel“. Dort angekommen musste ich den Weg bis zum Üetliberg erst mal mit dem ÖV bewältigen. Die letzten Meter auf den schier unbezwingbar aussehenden Berg zu Fuss :) . Endlich oben angekommen, sah es dann schon recht einladend aus um direkt zu starten. Sogar recht schöne Wolken bildeten sich bereits.

Nochmals kurz Luftraum-Check und los ging’s. Ich wollte nicht direkt ins Flache fliegen, da sich sonst der Ausflug nach Zürich für einen 20min Absaufer hinter dem Üetliberg als recht rar dargestellt hätte :P . Ein bisschen „Plöischeln“ war also angesagt. Der Weg nach Südosten war ganz lustig, wobei mir der immer flacher werdende Wald in Richtung Üetliberg-Turm nicht so sympathisch vorkam. Irgendwann traf ich dann auf einen Schlauch der mich bis an die TMA brachte und mir durch den Windversatz auch schon ein paar Meter im Flachen schenkte. So ging es also los in das mir unbekannte Flachland.

Als ich dann auf Höhe Hedingen zum ersten Mal auf Steigen traf, fiel mir erstmal ein Stein vom Herzen. Jetzt hiess es nur noch mehr das Steigen anständig zu zentrieren. Lief dann gar nicht mal so schlecht und konnte so meine ersten Steigwerte im Flachen registrieren :D . Es konnte also wieder ein paar Meter dem Wind hinterher gehen. Jedes Mal wenn es stieg, drehte ich sofort ein und befand mich so immer in einer anständigen Höhe. Zwar nicht besonders schnell, aber einigermassen sicher :) . Bei Sursee dann das zweite Mal an diesem Tag, nach dem Üetliberg-Schlauch, an die Basis gekommen. Von dort an ging’s relativ easy, mit gutem Groundspeed an der Basis Richtung Südwesten. Plötzlich war die schöne Wolkenstrasse jedoch zu Ende und ich stand vor einem blauen Loch….

Musste mich nun entscheiden, entweder mitten ins blaue Loch rein oder im Flachen unter den Wolken Richtung Westen. Entschied mich dann fürs Blaue, da ich keine Ahnung hatte wo ich mich genau befand und wie schnell das „Zeugs“ da rund um Bern genau kommen wird. Das nächste Mal muss ich wohl Marbach anpeilen, wobei das ja auch nicht so der Brüller sein soll, bei Bise?!

Also ging es weiter mitten ins Blaue. Thermik hatte es erwartungsgemäss auch kaum mehr und die Bise wurde immer stärker. Liess mich zum Schluss noch über einen Kamm spülen in der Hoffnung auf der anderen Seite noch raufzusoaren. Im Lee wurde es dann aber bald mal zu turbulent, als dass ich auf der anderen Seite noch irgendwelche Ambitionen hatte, rauf zu kommen.

Der Flug hat extrem viel Spass gemacht, vor allem im Flachen war’s der Hammer. Eine tolle Erfahrung. Und ich hatte selten so Freude, ganz gemütlich, 1 Meter Schläuche auszudrehen. Richtig zum geniessen!!

Schade war diese Sache mit den Hügeln, welche mir zum Verhängnis wurden. Scheint aber nicht nur ein Problem meinerseits zu sein, wenn ich mir die anderen Üetliberg-Flüge so anschaue. Evtl. wäre wirklich gescheiter Richtung Jura zu fliegen.

Die Rückreise dauerte dann länger als die Hinreise auf Zürich….

Flug gibts hier: Klick

Sterri Cross Country , ,

  1. 30. April 2010, 12:53 | #1

    Hast ja trotz vielem Kreisen Zeit zum fotografieren gehabt ;-) Schön! Flachland rocks :-)

  2. Christoph
    Christoph
    30. April 2010, 17:35 | #2

    Super Flug. Muss sagen mir gefallen diese Flachlandflüge sehr gut.

  3. 30. April 2010, 17:38 | #3

    Wenn nur die CTR’s, TMA’s und 5km-Flugplatzzonen nicht wären…

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