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Nicht alles klappt beim ersten mal ;)

Dieses mal wars eine riesen Meute. Man hat sich sogar über die liegeabteils gestritten ;)

Und in Fiesch angekommen, wurde es erst recht voll. Ein ganz grosser haufen Gleitschirme verteilten sich über die Startplätz(e). Die ersten gingen raus und es stieg noch nix. Doch mit der Zeit blieben die einten in der Luft hängen und es zeigte sich sogar Anzeichen nach Thermik. Und schon waren mehrere Schirme in der Luft. Die hektik stieg und man drückte sich vor. Sebi ging als erster, dann ich gefolgt von Jan und Urs. Weiter kamen no Marco, Simon und Roman hintendrein. Ebenfalls war Thomas mit am Start.

Rauf ging es schon sehr zuverlässig. Doch ich nervte mich wieder mal an all den “Hochleisterpiloten” die die Segelflieger nachahmen und weite bis grenzenlose Kreise zogen. Fiesch im Sommer kann schon nervig werden. Sebi war schon am Queren als ich mal mit Sterri rüberhüpfte. Interessant war, dass Sterri etwa 100m versetzt von mir flog und eine enorm schlechte Linie erwischte und ich am ende der Querung gut 200m Höher war. Weiter richtung Grimsel, doch dort angekommen kam die Frage drüber oder ned. Ein einziger Schirm kämpfte mal nach dem Grimsel. Doch es brachte ihm nicht wirklich Erfolg. Dreieck zu fliegen hatte ich gar keinen Bock und als Sebi meinte ab in den Süden, war ich mir echt ned sicher. Die Basis war dort tief und es hängten noch rechtes Gewölk rum.

Doch Sebi zog ab und ich dachte mir wer nicht wagt, verliert. Drüben angekommen und nen bissle reingeschnuppert, blies es uns schön raus. Also muss man mit Südwind rechnen… Glücklicherweise zog hinter der Kante doch Thermik ab und wir drehten nochmals hoch. Wieder rein. Wieder blies es und wir probierten noch an ner Kante raufzusoaren. Doch es war eher Turbulent und ned sonderlich angenehm. Raus wieder rauf. Doch nun sah ich ein paar beim Grimsel queren. Somit wechselte ich die Seite und wollte es über den Furka probieren. Doch als ich drüben mal aleine und schön eng drehte, sah ich wie Sebi wieder reinsticht aber um einiges Höher. Er soarte eine Kante rauf und folgte der ablösenden Luft. An der Basis oben Flog er über den Pass in den Süden. Nun mit voller Hoffnung querte ich sogleich, drehte auf und machte es dem Meister nach. Durch das bisschen kämpfen hat sich die Thermik auch ein bisschen etabliert und es wurde auch einfacher.

Nun war es im dritten Versuch gegangen. Nun hies es aufpassen und nicht absaufen. Ich bin ja schon zwei mal drüber aber beides mal kläglich Abgesofen. Doch mit ein paar Segelflieger und dem Sebi weit vorne im Sichtfeld konnte man ganz gut den Felskannten entlag Gleiten und nur hin und wieder nen bissle Drehen.

Für mich wurde langsam ein langersehnter Traum wahr. Das Tessin runterzuflitzen. Da ich unten ein Ferienhaus besitze und diese Strecke schon sicher mehrere hundertmal auf und ab gefahren bin. Immer dachte ich mir wie das doch eindrücklich sein müsste da drüberzufliegen, die schroffen Felsen und Berge. Da ist der Zigenschlitz grad harmlos. Doch als ich über dem Gotthard ankam wurde es irgendwie komisch. Oben blies es von Nordwest und unten drückte der Süden oder Talwind. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass ich heute sehr stark durchgeschütelt worden bin. Sebi hatte weniger Mühe und zog mir langsam aber sicher davon. Die Thermiken hämmerten so grob gegen das Segel, dass ich teilweise dachte, fuck ich gehe Landen! Doch dann dachte ich mir, in diesen Tälchen wird der Wind um die Mittagszeit sicher nicht schwach blasen und da ist es doch besser in der Luft, solange es nicht überentwickelt. Somit lies ich mich von den lärchengeschwängerten Thermik beuteln und Gleitete nach Biasca. Ab hier war die Thermik dann auf einen Schalg wieder angenehm. Weis der Geier warum!! Doch es war einfach Bombastisch über die richtig urchigen Berge zu fliegen und den Gotthardstau von oben zu betrachten.

Bei Biasca hatte ich so meine Mühe wieder Höhe zu tanken. Sebi hab ich schon aus meinem Gesichtsfeld verloren. Doch da tauchten aufeinmal zwei andere Schirme auf. War echt speziell der Kontrast vom fiescher Mückenschwarm zum einsamen Tessin. Es war Aiden Toase und Honza vom “X-Alps” race. Cool mal solche Leute zu treffen. Der Mut hat mich ein bisschen Verlassen so ohne Sebi als Leitfaden. Er meldete per Funk das er das Calanca Tal querte. Ich sagte ihm, dass ich nach Bellinzona fliege. Doch dann dachte ich mier, dass es die Gelegenheit ist, meinem Ferienhaus einen Besuch abzustatten. So wendete ich und gleitete relativ tief ins Calanca Tal. Viel Landeplätze hatte man dort nicht! Doch kurz vor der Querung sah ich noch wie Sebi sich wieder der Basis näherte und weiter ins Misox querte. So saugte ich auch unter der Wolke an und nach ein paar Minuten kämpfen war ich ebenfalls an der Basis.

Es war schon cool so hoch über dem Ferienhaus zu schweben und so entschied ich mich die benachbarten Täler mit meinem Gleitschirm zu erkunden die ich sonst immer nur von weitem und durch ellenlange Wanderungen gesehen hab. Sebi unterdessen Querte schon richtung Maloja. Wie sich später herausstellte Landete er etwa um halb neuen in Sils Maria vor Sankt Moritz. Coole Leistung. Ich flog ins Val Cama und sah mir die wunderschönen Seen an und als ich zurückschaute dachte ich, ups doch noch ganz eng und bewaldet diese Täler. Doch die Westseitigen hänge zogen super und ich konnte mich bis nach Bellinzona vorrücken. Dort machte ich den entscheidenden Fehler. Ich holte das schwache Steigen unter der Wolke nicht und flog zum überspüelten Grat bei der Scheide Gotthard/San Bernardino. Langsam merkte ich wie ich in den Talwind hinunterglitt und im Lee kämpfte ich mich vor. Doch ums Eck stand ich abrupt still. Nun stand ich mit voller Wucht im Wind und wurde sogar teilweise zurückgestossen. Jenu wieder zurück beim Lee wie ein Stein runtergespült und dann bis nach Grono gegleitet. Dort hätte man nochmals aufsoaren können und Thermikanschluss finden können. Doch ich genoss meine Erlebnisse und ging gemütlich Landen.

Obwohl es mich teilweise doch sehr durchgeschüttelt hat, war das Erlebnis riesig und so sollte doch fliegen sein. Der Factor den ich testete war ein guter Flügel, hatte kaum einen Klapper kassiert obwohl ich wie schon paar mal angedeutet sehr aktiv fliegen musste. Hab mich jedoch nicht so getraut an die Wolken zu gehen, da ich noch nicht so vertraut war.

Flug: Dominik / Jan / Marco / Sebi / Simon

Fotos: Dominik / Wolf

Skydive Cross Country, Erlebnisse , , ,

  1. 28. Juli 2009, 13:17 | #1

    Hey Domastian:-)

    Gratuliere zu eurne Flüg! Hammer Föteli!

    Bis bald mal wieder, Janine

  2. Daniel
    31. Juli 2009, 18:28 | #2

    Super Fotos!

    Und das mit den Hochleistern und deren Riesenkreise irritiren mich auch immer wieder. Fürchte nur, daß die sich über mich auf der Stelle drehenden 1:Stein Schirm mindestens genauso aufregen.

    Daniel

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