Home > Cross Country, Erlebnisse > Amisbühl 16.05.2009

Amisbühl 16.05.2009

Um halb 11 traf ich mich mit Sebi und Domi in Spiez im ICE nach Interlaken. Nach vorabendlicher Besprechung stand heute Amisbühl auf dem Programm. Da noch keiner von uns dreien jemals dort war und sich am Vorabend keiner die Mühe gemacht hat die Wegbeschreibung zum Startplatz nachzuschauen, konnten wir den Startplatz nur mit Hilfe von Einheimischen auffinden. ;)

Oben angekommen blies uns bereits ein Aufwind ins Gesicht, was uns nicht lange am Boden hielt. Nach dem üblichen Startplatz Gelabere ging’s also raus in die Interlakner Luft. Die Basis war sehr tief, und die Thermik noch schwach. Jedoch konnten wir zu dritt einen Schlauch ausfindig machen der uns wieder über den Startplatz beförderte.

Als ich das stärkste Steigen vrloren hatte, machte ich mich als erster zur vordersten, am See liegenden Kette auf. Dort angekommen, war die Thermik dann stärker, aber kleiner. Als dann Domi und Sebi auch vorne angekommen sind, flog ich mit Sebi direkt weiter Richtung Meiringen, während Domi am gleichen Ort weiterdrehte. Domi’s Hartnäckigkeit wurde schlussendlich belohnt und konnte, nach dem er den ersten Schlauch an der vorderen Kette ausdrehte davonziehen, während Ich und Sebi nun etwas weiter vorne weiterkratzen musste.

Dieses Mal erwischte ich von uns zweien die Thermik besser, während Sebi noch weiterkratzen musste. Bis zum Augstmatthorn konnte man gut delphinieren. Da es dort nun einen „grösseren“ Kessel zu traversieren galt, dort an die Basis gedreht, die hier bei rund 1700 Meter lag. Nach dem Augstmatthorn, hinter dem Kessel war die Basis dann nicht mehr bei den 1700 Metern sondern bei knapp 2000 Metern. Dieser Höhenwechsel der Basis konnte man ganz gut an den Wolken erkennen. Fast an Ort und Stelle war der Höhenwechsel der Basis durch Wolken zu sehen.

Nach der Traversierung konnte ich einen Schlauch bis auf 2000 Metern Höhe ausdrehen: Meine tageshöchst Höhe. Mit dieser Höhe konnte man nun knapp einen Blick auf die Nordseite der Ridge werfen. Dort sah dann aber die Basis noch erbärmlicher aus als sie hier bei uns war. Also weiter Richtung Meiringen,… und auch immer tiefer. Irgendwie konnte ich nirgendwo mehr anständig Höhe tanken oder war zu wenig geduldig um das Steigen zu zentrieren. So schloss ich zwar wieder zu Dominik auf, aber leider ein paar Stockwerke tiefer unten.

Am Ende des Sees meinen Wendepunkt gesetzt und wieder zurück Richtung Interlaken. Da ich nirgendwo mehr anständiges Steigen in Höhe umwandeln konnte ging’s immer tiefer bis auf fast 1200 Metern runter. Es ist fast überall gestiegen, jedoch war das steigen zu klein um es zu zentrieren und es reichte am Schluss nicht um Höhe zu gewinnen. Tiefer unten war nun auch der Talwind zu spüren, der das Zentrieren nicht gerade vereinfachte. Bei einer kleinen Alpe konnte ich dann wieder ein paar wichtige Höhenmeter dazu gewinnen. Meter für Meter konnte ich mich wieder zurück Richtung Interlaken kämpfen.

Auf einmal blinzelte etwas vor mir auf und konnte einem dünnen Tragseil, dass sich von einer Hütte mitten in den Wald durchzog ausweichen. Nochmals gut gegangen…. Ab dort an hielt ich nun besser Ausschau auf weitere Transportseile. So konnte ich noch 3 weitere Seile entdecken. Praktisch bei jeder höher gelegenen Hütte erstreckte sich ein Seil irgendwo in eine Matte oder in den Wald rein.

Dann endlich erwischte ich an einem Ort einen anständigen Schlauch, der mich wieder über die Baumgrenze beförderte. Wieder über der Baumgrenze wurde das zurückfliegen wieder einfacher. Von dort an konnte ich wieder recht gut delfinieren und drehte nur beim stärksten Steigen. Am Ende der Kette, zurück in Interlaken konnte ich einen weiteren Schlauch ausdrehen. Bei einer Basis von rund 1800 Meter und damit über der Ridge machte ich mich zurück zum Startplatz nach Amisbühl. Dort war aber mittlerweile alles überspült vom Talwind (oder dem Südwestwind).

Also wieder wenden und zurück zur vordersten Kette wechseln. Hier wurde die Ridge nun schön vom Wind angeströmt und man konnte im Wind super soaren. Mit rund 1- 1.5 m/s stieg es grossflächig und ganz ruhig. Höhe tanken, raus fliegen, runter Wing-overn, wieder zurück, Höhe tanken, runter Wing-overn, usw. Damit hab ich mir zwar meinen Schnitt versaut, da mir jedoch der Spass heute eh mehr zählte als die Kilometer war mir das gleich. ;)

Nach etwa einer Stunde soaren konnte man mitten in der „City“ von Interlaken landen und damit einen schönen, aber zum Teil anstrengenden Flug beenden. In Interlaken traf ich dann wieder Dominik, mit welchem ich in Spiez(fast am See :D , gäll Domi) bei einem Coupe den Tag abrundete. Das war ein toller Tag mit Domi und Sebi in einem neuen Gebiet, das echt einen Besuch wert ist. Eine tolle Atmosphäre mit den Seen und den Bergen im Hintergrund.

Flüge: Jan / Domi / Sebi

Sterri Cross Country, Erlebnisse , ,

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks