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Mal was neues, der Jura

Das erstemal so richtiges Jura fliegen war heut. Über den Alpen hatte es Föhn und im Mittelland drückte die Bise. Das sind ja die richtigen Bedingungen.

Heute waren wir mal wieder ne riesen Gruppe (Urs, Sebi, Sterri, Janine, Peter, Miesch, Thomas, Wolf, usw). Und wir sollten nicht die einzigen bleiben. Nach einigermassen Mühseligem aufstieg, zumindest für mich ;) geselten sich immer mehr und mehr Gleitschirm- und Drachenpiloten zu uns.

Als ein Paar sich in die Luft schwangen, kam schon die Anspannung und ich entschied mich auch rauszugehen. Wie gewohnt lief es mir am Anfang nicht grandios. So muss ich sagen, dass das Jura ja schon schön Nerven braucht. Man kratzt immer schön knapp über den Bäumen und viel Höhe hat man auch nicht. Doch langsam sehr langsam kam ich rauf und flog mal Richtung Westen weg.

Als ich wieder am drehen war, sah ich wie sich eine Kumuli über dem Startplatz bildete und eine ganze Gruppe schön durch die Inversion raufdrehten. Damned und ich unter dieser. Doch durch die schöne Anzahl an Piloten konnte ich mich in einen guten Schlauch setzen drehte ein paar Kreise mit Thomas Koster und als es schwächer wurde zog er mir davon… Damn der Schirm geht gut. Dann kam noch Sebi und Urs und drehten mich ebenfalls aus… Damn was geht ab! Doch konnte ich mich auch noch raufkämpfen und Querte dann an die erste Ridge bei Weissenstein. Da entschied ich mich mein eigenes Spiel zu spielen und nicht immer den anderen hinterher zuschauen.

Dort angekommen gings wie im Tessin recht ruppig zur Sache. Der Weissenstein zog gut und ich konnte das erstemal so richtig Höhe machen. Nun war etwa der ganze Jura in der Luft und so konnte man jede Thermikblase optisch sehen. Denn überall waren irgenwelche am Drehen. So konnte man die besten Schläuche ausgraben und vorheizen.

Kurz vor Biel entschied ich mich als einzigen an die mittlere Ridge zu gehen. Stellte sich als nicht so gute Idee heraus und ich dachte das Spiel sei schon gelaufen. Mit dem Wind lies ich mich nach Pery verblasen und dachte schon ans landen. Dort angekommen wollte ich noch an den Bäumen möglichst weit zum Dorf soaren und siehe da, im Jura gehts ja von ganz unten sauber Rauf. So konnte ich die nächsten km einfach an der Waldkante soarend bis hinter den Chasseral fliegen. Dort angekommen entschied ich mich für den Rückweg. Koster flog schon in atmosphärischen Höhen heimwerts und Stefan Miesch gesellte sich noch zu mir. Mit einem Segler drehten wir einen schönen Schlauch aus und ich entschied mich, noch weiter mich nach hinten versetzen zu lassen. Das war sicher mal keine schlechte Entscheidung denn dort hatte es schöne Wolken und irgendwie war die Luft labiler.

So konnte ich noch gemütlich bis fast zurück mit anständig Höhe fliegen. Leider wurde die Bise immer und immer stärker und am Ende hatte sie bis zu 20km/h drauf. So entschied ich mich nicht ev. in der Pampa zu versaufen und ging freiwillig so nahe wie möglich bei Basel landen. Und kurz nach der Landung, hielten nen paar Gleitschirmler an und verschafften mir ne Fahrt nach Basel. THX

War echt nen cooler Tag mit anständig Airtime und wunderschöner Landschaft. Das Jura hat schon Charme!

Fotos: Dominik / Janine / Wolf /

Flüge: Dominik / Jan / Sebi / Urs

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