Abbrämst worde vomene Gwitterli
Heute lief es mir eigentlich auch sehr gut. Doch gerade nach dem Start erlebte ich was vermutlich nur hier zu erleben ist. Am Hang hab ich kein Steigen gefunden und kam immer tiefer. Dann sah ich wie Claus Vischer an ne Waldgrenze fliegt und ich dachte mir ich kann ja nix verlieren. Dieser sank jedoch vor dieser Grenze beträchtlich und als er drüber war rupfte es ihn schön hoch.
Da ich tiefer als er abgeflogen war, kam ich grad über den Waldwipfeln an. Eigentlich dachte ich mir, dass ich noch abdrehen werde und Landen gehe, doch weit gefehlt. Es zog recht gut über dem Wipfeln und ich konnte den schlauch eigentlich sauber zentrieren. So rettete ich mich gute 50m über Grund nochmals an die Basis.
Langsam habe ich mich auch den Bedingungen angepasst. Hier ist es völlig anderst zu fliegen. Man muss wie ein alter Opa die Kreise drehen um möglichst wenig Eigensinken zu produzieren und was am wichtigsten ist, man muss verdammt Geduld haben. Auch fehlt mir der definierte Schlauch der eine richtige Grenze hat und stark Zieht. So muss man immer nen bissle erspüren wo es jetzt besser ist und den Winddrift richtig erfühlen damit man nicht vorne oder hintenrausflällt.
Ich konnte gut Höhe halten bis Barraba. Bis anhin bauten sich die Wolken auf und Zerfielen wieder doch leider hatte sich jetzt eine Wolke genau über meine Flugrichtung aufgebaut, die mächtiger zu werden schien. So begann sie schon bald auszuregenen und hatte ein grosses Gebiet abgeschattet.
Sebi und Urs konnten von ihr noch profitieren, als sie noch nicht ganz so gross war. Ich habe mich entschieden zu warten und hoffte das sie zusammenbricht. Sie zog kaum weiter und hielt ihre Stärke aufrecht und so entschied ich mich umzukehren und gegen den Wind zu fliegen.
Was mich ein bisschen erstaunt hat, war das es immernoch Piloten gab die direkt auf die Wolke zuhielten. Gewisse sah ich mit den angelegten Ohren von ihr Flüchten und andere verschwanden aus meinem Blickfeld. Ich hab mir noch überlegt aussenrum zu fliegen, doch wollte ich nicht einen mehrstündigen Marsch mit meinem immernoch lädierten Fuss riskieren.
Da wir nun hochtechnisiert mit Natels ausgerüstet sind, konnte ich mir sogar eine Rückfahrgelegenheit organisieren.
Sebi machte heute wieder ein super Flug von ca. 127km und Urs landete in der nähe von mir.
Weitere Fotos vom Gewitter
Mein Flug
hoi zäme
hammer wolke föteli, es macht spass dihei mitzverfolge was er so erlebet. wünsche eu no viel schöni flüg und freue mi uf witeri brichtli.
gruess dominik
Super Bilder! Wirklich eindrücklich. Weiter so.