Mondflug in Fiesch
Die meisten die dies lesen, denken sicherlich, nicht schon wieder Fiesch…
Doch der Samstag war ein riesen Erfolg (zumindest für einen grossen Teil der Gruppe). Oben angekommen, entstand gleich ein emsiges Treiben der Australienmanschafft, denn für die bevorstehenden Rekordflüge mussten noch die Idealen Einstellungen der Gurtzeuge gefunden werden, damit man auch nach 8h noch relaxt fliegt
Grad Urs war da länger am Basteln, war es doch einer der ersten Flüge fürs neue Gurtzeug, aber auchSebi und ich haben noch diverse Einstellungen getestet, bis alles zur mehr oder weniger vollen Zufriedenheit eingestellt war.
Einstellerei von Urs
So kam es dann, dass nach dem ersten Flugversuch die Thermik so richtig zu pumpen begann und man eigentlich schon fast blind über der Küehboden steigen konnte, da die Schläuche sehr grossflächig sich vom Wald ablösten. Doch interessanterweise, gab es in der grossflächigen Thermik so richtige geschosse die raufjagten. So konnte man sich in diese Reinbeissen und es riss einem den Aussenflüügel so richtig nach oben, dass es eine Freude war die anderen von innen her zu überholen, die mit ihren Riesenkreisen den Sonntag vorholten.
Sebi im Küehbodeschluch
Da der morgen in Fiesch noch Cirrenverhangen war, war es umsomehr eine Freude, dass so richtig spritzig rauf ging bis etwa 2900m und dies im Januar. Da wir ja eigentlich geborene Streckenflieger sind
zog Sebi schon früher ab und verabschiedete sich Richtung Goms und Steff flog mit meiner Fototasche richtung Brig. Ich war konservativer und kehrte vor der Bellwalderquerung und entschied mich für die Riederalp.
Ich mit em Aletsch
Es war einfach genial, mit der Waldgrenze als Abrisskante konnte man die Thermik fast nicht verfehlen und diese gieng bis ca. 3m/s was für diese Jahreszeit ja wirklich beachtlich ist. Als ich mit Rückenwind an der Riederalp angekommen bin, hab ich leider nichts mehr gefunden und probierte nahe an den Wälder durch die zerissene Thermik mich nach Fiesch zu bescheisen was recht gut funktionierte (Flüügli).
Nur Urs war enorm mit seinem neuen Kanibal Race beschäftigt, man sah ihn Starten/Aufdrehen/Wingovern/Toplanden/Einstellen und dies in vielfacher Ausführung.
Als ich wieder zurückkehrte, trafen wir uns nochmals beim StaPla. Ich wollte nach Brig gleiten und Urs war nicht entschieden, doch Sebi war in seinem jugendlichen Übermut noch voller Tatendrang und drängte uns auf einen zusätzlichen Flug. So starteten wir bei zügigem Abwind, wobei das Moto vorherschte, nicht aufzuhören zu rennen. Mein Schirm kam schon nicht recht hoch, doch ich rannte mir die Seele aus dem Leib und war zufrieden als endlich die Traggurte mein Gewicht zu tragen begannen. Nach der Landung war immer noch nichts von Urs und Sebi zu sehen. Doch nach einer ewigen Zeit kam mal der Peak zum Vorschein.
Obwohl Urs vier Abbrüche hatte und schon verschwörerisch Proklamierte, dass er es bereuen werde nochmals nach oben zu kommen, stellte er sich der Herausforderung des letzten Fluges.
Von der Riederalp nach Brig
Oben angekommen Stand schon der Mond über den Gipfeln und die Lichtverhältnisse wurden merklich schlechter. Wir liesen Urs als ersten raus, doch der Peak wollte nicht recht und weigerte sich richtiggehend. So wollte er einen Stellungswechsel vollziehen und so musste ich ihm platz machen, den ich auch bereitwillig freigab, da seine Laune einen beachtlichen Sprung nach unten nahm.
So rannte ich los und nach einer einigermassen kurzen Laufstrecke glitt ich in die Dunkelheit dahin. Nach kurzer Zeit war der Startplatz in der Dunkelheit verschwunden und eine ganz spezielle Atmosphähre legte sich über mein Impress
So verpackt glitt ich in die Talmitte und genoss die Stimmung mit den ganzen Strassenbeleuchtungen und den mondbeschienen Bergkonturen. Da es schon recht Dunkel war, musste ich die Beleuchtung des GPS einstellen damit ich Lax finden konnte.
Nachdem ich gelandet bin konnte ich noch einen Gleitschirm ausmachen, wobei ich nur über die Streckung erkennen konnte das es der Mamboo war.
Lax mit Fiesch und Bellwald
Beleuchtung beim GPS um Lax zu finden
Sebi im Endanflug
Leider schaffte es Urs nicht mehr abzuheben, was er insofern kompensierte, dass er am nächsten Tag wieder eine Revanche von Fiesch wollte.
Noch mehr Fotos
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Hoi Dominik
Super! Liebe Grüsse
Hey, das sind geniale Fotos mit dem Mond und irgendwo auch der Venus
Thomas
Hey Domi, geile Bricht…! Schad, dass is nüme in d’Nacht gschafft ha…
@Uersel
jup has würkli schad gfunge wär am coolste gsi wenn mer alli drüü näbenand abegleite hättet chöne…
@Thomas
aber da muen i no spare oder dänn kein hochleister poschte
thx hät da aber e d700 oder e d3 brucht um mit iso6400 oder so chöne fötele… u no scharfi bilder ha