Nun ist es fast so weit. Wir ziehen in die Wildniss, ins trockene Land wo der Temperaturgradient gut steht, wo die Basis hoch ist und der Wind über die Ebene fegt.
Wir stellen uns der Gefahr, in die Höhe gerissen und in die Weite gespült zu werden. Ohne eine Ahnung zu haben wie wir zurückkommen.
Alle haben sich auf ihre Art vorbereitet, Sebi hat sich ein nigelnagel neues Tuch besorgt, dass er erst heute gekriegt hat. In den Farben des Junior-Teampiloten von Nova. Es wird sich zeigen ob es der Factor oder Traktor wird. Ebenfalls hat er sich ein neues altes Impress gekauft, dass er schon tüchtig eingeflogen hat.
Urs hat erst vor Tagen, seine neuen Leinen für den Peak erhalten. So soll der Flügel nun mehr Leistung haben. Wir werden sehen. Auch er hat, um möglichst relaxt und konzentriert zu fliegen, ein neues Liegegurtzeug gekauft. Es ist das Kanibal Race, jedoch hatte er noch nicht so Zeit um es richtig Einzustellen. Es wird sich ebenfalls zeigen, ob er den Schirm richtig eingeleint und das Sitzchen richtig eingestellt hat, wenn wir über der Ebene stehen und den Schirm das erstemal Vorfüllen wollen.
Auch ich habe mich Vorbereitet und mit einem neuen Leinensatz ausgerüstet und den Komfortbereich verbessert mithilfe einem Impress2.
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Nein, sicher, unser kleiner Brändlen wird sich nie mit den edlen, mitten in den Alpen gelegenen Fluggebieten vergleichen können. Zu klein das Bähnchen, zu klein der Höhenunterschied, zu nicht existent die Thermik, es ist allen klar, das sich an so nem Idiotenhügel nicht vernünftig fliegen lässt. Aber unvernünftig.
Nach einigen SMS gestern und Janine’s Ankündigung einer Skyjam-Invasion weiss ich, dass dem Luxus einer leeren und auf Wunsch fahrender Seilbahn zeitliche Grenzen gesetzt sein werden, nach dem Samstag, welchen wir unverhofft eher weniger fliegend verbracht haben, ist bei mir der Wunsch gross, dies heute zu kompensieren und so stehe ich schon um 9 Uhr am Startplatz.
Und das Gefühl ist gut, voller Vorfreude. Wie kann es sein, dass ich mich nach wie vor wie ein kleines Kind auf jeden 5 Minuten-Flug von diesem 600m hohen Absatz am Fuss grösserer und schönerer Berge freue? Ists normal, sich Flug um Flug ins Tal hinunter zu stürzen, keine 10 Minuten in der Luft, wo diese kurze Flugzeit doch im Kontrast zum endlos viel längeren zusammenlegen, rauffahren und auslegen steht?
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Brändlen, Leute, Pizza, Skyjam, Video
Nachdem ich am Freitag 11 Flüge in gut 4 Stunden am Brändlen abspulen konnte war ich wieder so richtig spitz aufs Acrofliegen. Höhe war gefragt und kein Nebel, lasst uns wieder mal das Parpaner Rothorn ob Lenzerheide versuchen.
Wie’s bei mir meistens so ist, ist am frühen Morgen die am Abend noch im Überfluss vorhandene Motivation fast zur Gänze weg. Es reicht knapp auf den Zug, endlich weiterschlafen. In Thalwil warten schon zahlreiche Wintersportler, die’s alle in Bündnerland zieht. Alles egal, ich hab mir nen Sitzplatz erkämpft und kann weiterdösen. Aber nicht für lange…
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Da wir ja bei den Soloschirmen schon recht gut starten können, auch bei Abwind wo der Schirm mit Schneeklötzen am Boden gehalten werden muss, dachten wir uns, dass wir uns für eine Tandemausbildung im Hoch Ybrig anmelden.
Wir hätten ja auch in Laax oder bei einer Schule mit Südstartplätzen anheuern können, doch die Herausforderung von einem Nordstartplatz wo die Sonne im Winter nie hinscheint, wollten wir nicht verpassen.
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Hoch Ybrig, Tandem
Die meisten die dies lesen, denken sicherlich, nicht schon wieder Fiesch…
Doch der Samstag war ein riesen Erfolg (zumindest für einen grossen Teil der Gruppe). Oben angekommen, entstand gleich ein emsiges Treiben der Australienmanschafft, denn für die bevorstehenden Rekordflüge mussten noch die Idealen Einstellungen der Gurtzeuge gefunden werden, damit man auch nach 8h noch relaxt fliegt
Grad Urs war da länger am Basteln, war es doch einer der ersten Flüge fürs neue Gurtzeug, aber auchSebi und ich haben noch diverse Einstellungen getestet, bis alles zur mehr oder weniger vollen Zufriedenheit eingestellt war.
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Endlich ist es eingetroffen, mein edles Kortel Kanibal Race Streckengurtzeug. Ich versuche mich damit von den Advance Impress Jüngern etwas abzugrenzen
Natürlich mussten als erstes mal alle Einstellungen getätigt werden, bei einer schon riesigen Anzahl an Einstellmöglichkeiten ergeben sich da erst recht viele Kombinationen, ohne Aufhängemöglichkeit wird das schwierig. Zudem musste ich auch klären ob die Einstellungen auch über lange Zeit eine bequeme Haltung ermöglichen, das geht vor dem Fernseher am besten. So hab ich mir noch ne grosse Klappleiter und ein Seil gekauft
Jetzt hat meine karg ausgestattete Wohnung doch noch nen zweiten Sessel bekommen.
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Schon das vierte Mal in Fiesch seit Weihnachten. Dabei geh ich am Frühling und Sommer noch oft genug. Aber s’Sebi hat eine wahrhaft von Herzen kommende Begeisterung ausgestrahlt und so konnte ich nicht nein sagen. Es ist aber auch schön, dieses Fiesch, ja wirklich, wirklich. So in den Bergen und so in der klaren Luft. Und auch Schnee hats, viel, und Wälder, ja ,dunkle Wälder ohne Schnee, tatsächlich. Und eine schnelle Seilbahn, eine ohne 2 Etappen, ja, und viele Leute hats, viele Leute…
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Fiesch, Winterthermik