Nicht was grosses aber trotzdem wunderschön
Heute war es sehr einfach mit der Flugentscheidung. Wind ev. stark von Westen. Da kam mir nur der Tritt in den Sinn. So machte ich mich mit Rä auf den Weg Richtung Einsiedeln. Doch bei der Fahrt nach oben waren die meisten Autofahrer über den gefallenen Schnee sehr verstört. Und so kam es fast zu einer Kollision, da einer im Kreisel abbiegen wollte und dann doch noch kurz auf die Bremse ging und wieder in den Kreisel zog. Durch einen Warnschrei von Rä konnte ich noch rechtzeitig Bremsen. Die Skepsis von Rä über meine Fahrweise stieg beträchtlich und mit gutem Grund. So sind wir nun vier mal miteinander Auto gefahren und zwei mal hatte ich fast ein Unfall verursacht… Zum Glück ist diese Rate bei anderen geringer, sonst müsste ich immer alleine fahren
Es erstaunte mich enorm wie schön das Wetter bei Einsiedeln war. So ging der Weg auch einfach los. Das schöne ist, dass nach den letzten Leiden dieses mal der Aufstieg richtig Spass machte und gar nicht mehr so anstrengend war.
Die Spuren wurden immer geringer, je weiter man höher kam. Ab der Tritthütte musste wir selber Spuren und so wurde es erstmal anstrengend. Da wir im Lee aufgestiegen sind, mussten wir Knietief uns durch den Schnee kämpfen. Doch oben sahen wir wie Pilger schon das Kreuz und kämpften uns ins Luv.
Im Luv war die Schneetiefe geringer, doch war der Untergrund vereist, was den Aufstieg wieder erschwerte.
Doch als wir oben angekommen sind, begrüsste uns ein Anständiger Westwind mit teilweise südlichem Einschlag. So machten wir uns sofort parat und Spielten ein bisschen im Wind.
Nach einem ganzen Flugjahr merkte ich, dass ich das ganze Groundhandling verloren habe und so nahm ich noch ein paar Trainingslektionen bei Rä. Es erstaunte mich richtig wie schnell man das verliert, wenn man nur fliegt
Auf dem Tritt konnte man die Warmfront schön reinziehen sehen, so bildeten sich bald hohe Wolken und der Himmel wurde immer dunkler. Nach einer Zeit frischte der Wind so sehr auf, dass wir glaubten, am beim Titlis Schneeverwehungen zu sehen. So entschieden wir uns mit weindendem Herzen doch noch runterzufliegen und den Soaringabend zu vergessen.
Am Ende zog Rä noch einen schönen Spiralwaga in den Tiefschnee und ich versuchte mich ebenfalls doch meiner endete so, dass ich ne riesige Bremsspur in den Tiefschnee zog…
Trotz des kurzen Fluges war der Tag richtig schön und der Tiefschnee sehr anstrengend