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First official LITTLE GAP 2008 last minute life-is-too-short Labor Day Fly-in Extravaganza

Letzten Montag war Laborday, dass heist ein langes Wochenede stand bevor! Ich konnte meine bessere Hälfte davon überzeugen Sonntags und Montags nach Little Gap zu fahren und dort zu campen und natürlich um zu fliegen. Einen Tag vorher wurde spontan das “First official LITTLE GAP 2008 last minute life-is-too-short Labor Day Fly-in Extravaganza” ausgerufen was dan auch gleich einige Piloten angezogen hat. Ich wollte nun endlich einen richtigen XC machen. Der Wetterbericht war bestens, Grund genug sich auf einen tollen Flug zu freuen.
Sogar Stephan und John sind von Boston mit ihren privaten Cessnas hergeflogen und mit dem Mietauto nach Little Gap gekommen! Hut ab! Stephan lebt schon seit ca 10 Jahren hier und kennt die Gegend um Boston bestens.

Amerikanisches Verständnis von Camping? Nein, nur Spass...


Samstag (31.8.2008)
Irgendwie war am Samstag der Wurm drin, obwohl nicht viel Wind angesagt war, hatten wir 12mph low cycles und 20mph und mehr Spitzen! Das war für unsere P2s schlicht zu viel und lange ist niemand gestartet. Irgendwann konnte ich es nicht mehr aushalten und bin als erster gestartet, ganz nach dem Moto wer nichts riskiert gewinnt auch nichts.

Und siehe da, es ging ganz artig nach oben und ab in Richtung Westen! Der Wind war doch arg stark, auch hoch über der Ridge, und ich bin nur äusserst langsam weg gekommen.
Nur so zur Erinnerung, direkt hinter der Ridge gibt es einen kontrollierten Luftraum zwischen 2800 und 4400 feet. Den sollte man besser meiden und das verhindert auch, dass, zumindest ich, gereade nach Hinten wegfliege.
Wie auch immer, gegen Westen kommt dann schnell Palmerton, wo die “GAP” durch welche ein nettes Flüsschen geht, wartet. Auf der anderen Seite locken dann auch Antennen, wo ich annehme es gibt wunderbare Ablösungen um noch einmal Höhe zu tanken um dann endlich ins Flachland rauszufliegen. Bei den Antenen angekommen, nada. Ich bin zwar immer mal wieder um die 300m über der Ridge aber irgendwie ist mir das zu wenig und ich suche und warte auf die Blase welche mich mindestens auf die doppelte Höhe bringt.

Nichts da, sie will einfach nicht kommen. Irgendwan verliere ich dann die Geduld und lande an der Gap, wo mich dann meine bessere Hälfte auch gleich wieder zurückholt und ab gehts zurück zum Start. Es gibt dann noch ein schönes Abendflügli, das wars dann auch aber zumindest hab ichs wieder mal versucht.

Zeitweise herschte reger Verkehr am Startplatz. Zeitweise waren 30 Piloten in der Luft! In Anbetracht der recht limitierten anzahl Gleitschirmpiloten hier ist das sehr viel!


Sonntag (1.9.2008)
Nach dem wieder Erwarten doch recht windigen Samstag, freute ich mich auf den Sonntag, da war nochmals weniger Wind angesagt.
Schon früh beim Start und bereit, wollte ich nicht wieder als erster starten und doch lieber wie alle anderen auf eine andere Boje warten. Das hab ich dann auch getan und es war eine gute Entscheidung. Alle, ausnahmslos alle sind abgesoffen. Irgendwie begreife ich das nicht wirklich, es ist hier oft wie wenn einer mit dem Lichtschalter spielen würde, du kannst dich 5-10 Minuten wunderbar halten und überhöhen und dann ist plötzlich Schluss und alle fallen buchstäblich wie Steine vom Himmel. Es ist mir wirklich nicht klar weshalb das so ist. Bins halt schon gewöhnt das wenn mal ein Schlauch da ist, das ich zuverlässig dort hin zurückkehren kann und mich wieder nach oben tragen lassen kann, ich verwöhntes…. Nach ca 2 Stunden Warten hab ich dann nicht mehr warten können und bin gestartet. Aber wie zu erwarten, hats auch mich nach anfänglichem Überhöhen nach kurzer Zeit runter gespült als ob jemand den Umkehrschub einer Turbine eingeschaltet hat.

Maria beim Start. Sie flog einen von 4 orangen Sigma 6! Ich armer Kerl


Wie auch immer, mir war nicht nach Aufgeben zu Mute und auf gings zum erneuten Start. Und siehe da, es war endlich besser, versteh nicht weshalb, kann nur vermuten, das die Sonne nun doch so kräftig geheizt hat, das die Bubbles zuverlässiger werden. Vielleicht liegts einfach nur daran, das es hier nicht so unendlich lange Hänge gibt, wo sich die Thermik so richtig schön sammeln und aufsteigen kann.

Wie auch immer schon bald gingen Terry und Phil auf Strecke und zwar gerade nach hinten weg, mit dem Ziel unter oder über dem kontrollierten Airspace zu fliegen, mehr oder weniger jedenfalls. Ich wollte es auf eigen Faust versuchen und hab mich noch weiter nach oben gekämkämpft und bin wieder nach Westen zur Gap geflogen.

Blick zurück zum Start und Landeplatz


Endlich hatte ich mal ein bischen mehr Höhe und bin dann weg übers Flachland. Mittlerweile war es aber auch schon später Nachmittag, hm mal schauen. Hinter mir ist Stephan Pfamatter gefolgt, der fliegende Walliser, aus Boston. Und ab gings in Richtung Slatington.

Slatington PA


Rechts von Slatington hats eine kleine “Erhebung”, gleich neben der Stadt. Ich hab mir ausgemalt dort oder über dem Städtchen Höhe machen zu können, da ja schliesslich die Sonne den ganzen Tag den Beton und die Dächer der Stadt gewärmt hat. Aber nichts wars, verzwiefelt hab ich versucht meine Höhe so effizient wie möglich zu nutzen und nach Lift zu suchen. Es wollte mir nicht gelingen. Auch Stephan hat das gleiche Schicksal erlitten und so sind wir dann zusammen im öffentlichen Bad von Slatington :-) , zum Amusement und Erstaunen der Leute, gelandet. Und schon bald war da fast das gesamte Bad um uns versammelt und hat uns mit Fragen gelöchert. Ist immer wieder lustig, verduzte Gesichter zu sehen die keine Gleitschirme gewöhnt sind und einem erstaunt fragen ob man aus einem Flugzeug gesprungen sei und die sich nicht vorstellen können, das man die fliegenden Stoffetzten kontrollieren kann.

Nein, wir springen nicht, wir fliegen und ja, das Ding kann man steueren. Hahahaha.

Und hier das Flügli mit allen dazugehörigen Bildern.

Zumindest kann ich mir nicht vorwerfen lassen es nicht versucht zu haben. Fühle mich aber schon immer noch nackt, so ganz im Flachen. Vielen Dank an alle die spontanen Helfer!! Es war alles in allem ein super Wochenende und jeder hat sein Beitrag dazu geleistet. Ich hatte viel Spass.

Christoph Cross Country, Erlebnisse

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