Erste Flugversuche in den USA
Am 5. Mai war es endlich so weit, ich wollte endlich mal wieder ein bischen Luft unter den Füssen haben. Der Schirm ist zum fliegen und nicht zu verpakt herumliegen gemacht. Ziel war also Little Gap in den Appalachen in Pennsylvania.
Der Startplatz neben dem Skigebiet Blue Mountain gelegen, liegt gerade mal 430m über Meer. Verspricht aber der Kante entlang doch einiges an Kilometer an einem guten Tag.
Der Patron der dortigen Flugschule ist Terry Bono. Die Webseite ist gapflying.com.
Der Sonntag verspricht ein guter Tag zu werden, Der Wind kommt laut Vorhersage aus NW-licher Richtung mit so zwischen 5-10mph, der Tag verspricht sonnig zu werden.
Also fahre ich nach Little Gap, zum Linda’s (Beizli, Flieger-Treffpunkt). Dort angekommen merke ich, das der Wind schon ziehmlich unbeständig, zeitweise seitlich und auch leicht böig ist. Die Einheimischen scheinen es zu wissen, ich bin allein dort. Mist.
Gut, ich trinke mal etwas und warte ein bischen, hoffe das noch jemand auftaucht, denn wenn man sich nicht halten kann gibts einen langen Fussmarsch, der leider nicht direkt hochgeht, da noch ein Flüsschen dazwischen liegt, das mit Sicherheit nasse Füsse geben würde. Zu zweit ginge das schon einfacher mit zwei Autos.
Die Zeit vergeht, es kommt niemand. Warten kann ich nicht mehr, es macht mich fast wahnsinnig, der Tag ist eigentlich schön und in der Schweiz wäre es schon irgendwo gegangen, nur hier sind die Möglichkeiten begrenzt und die Anfahrten lange. Auf was habe ich mich d Flugtechnisch eingelassen?!?
Nach langem warten und hin und her, entschliesse ich mich an den Startplatz zu gehen. Ich fahre also mit dem Auto hoch, parkiere oben am Pässchen und laufe die ca. 15Min and den Startplatz.
gits da nicht, es geht oder du bist unten.
Alles ist wie erwartet, der Wind kommt böig und immer leicht seitlich, also warte ich wieder mal ein Weilchen.
Die Zeit verstreicht, niemand taucht auf. Ich warte und warte. Soll ich mal auslegen? Klar, kann ja immer wieder zusammenlegen. Ich lege meinen Schirm also aus. Spielen liegt nicht drin, es gibt zu viele Steine, die den Leinen nicht guttun werden, ich lasse es also, warte……. Nach dem abwarten des nächsten guten Lüftchens ist mein Schirm in der Luft, ich drehe aus und hebe endlich ab….. ENDLICH. Es ist schwierig, es treibt einem seitlich ab, der Wind ist böig aber handlebar, sich halten ist unmöglich. Klar, wenn es anders gewesen wäre, wäre ich nicht alleine hier gewesen, denn die Jungs hier fliegen praktisch immer, wenns irgendwie geht, auch unter der Woche. Unter der Woche kannich aber nicht mehr. Habe keine flexible Arbeitszeiten, keine Gleitzeit oder Überzeit mehr. Nach lächerlichen 4-5 Minuten setzte ich am Fuss des Hügelchens auf. Ich fluche, habe es aber eigentlich gewusst. Nach dem Packen ist laufen angesagt…. Nach geschlagenen 1.5h bin ich wieder beim Auto, ernüchtert, frustriert. Aber viel zufriedener als ganz ohne Flug. Ich mache mich doch etwas ko auf dem Heimweg. Little Gap hat es nicht gut min mir gemeint. Nicht zum ersten Mal, wenn ich an letztes Jahr denke. Immerhin der “erste Flug” nach drei Anfahrten. Nicht gerade berauschend. Irgendwie erinnert mich das an Urs und den Jura
Das Wetter ist schön. Das starten verspricht jedoch
ein rasches absaufen. Es ist also Warten angesagt.
(Bruno lässt grüssen!)
…… Irgendwan habe ich es sat. Entweder es geht oder ich saufe halt ab, was solls ich MUSS jetzt endlich in die LUFT. Es reisst mich….. ich muss starten.
Eine gross Last scheint abzufallen endlich wieder fliegen. Jeah…
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Schade, dass es nicht geflogen ist, wär sicher geil, wenn man unter eines der vielen Cumuli käme, die auf dem Bild zu sehen sind… Viel Glück aber weiterhin, wird schon noch klappen und dann gehts mit Rückenwind querfeldein über alles…