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Aufwasch vor den Ferien

So, noch dies und das schnell vor den Ferien.

Zum Sonntag: Ich war mit Barbara und Thomas in Interlaken, wir sind am Amisbühl, dem Hausstartplatz von Interlaken, gestartet. Hab schon erwartet, dass viele Leute dort sein werden, aber es waren dann fast etwas zuviele… Zuerst sind nur die Flugschulen und diverse Tandems gestartet, alle, die Thermik wollten, haben sich noch nicht getraut. Das ging recht lange so, es war aber auch bockstabil und zudem hat eine Inversion grad so auf Höhe des Startplatzes alles noch zusätzlich abgebremst, was da an Termik noch vorhanden war. Ich bin um etwa 12:30 Uhr gestartet.

Etwas Acro-Prominenz war auch dort, Judith Zweifel und Pál Takáts waren am Startplatz anzutreffen, zumindest letzterer aber zum Streckenfliegen (bei Judith weiss ichs nicht), bin ihm auf halbem Weg am Brienzersee wieder begegnet.

Der Tag hat schön begonnen, ich hab mir wieder mal hohe Ziele gesteckt, aber schon nach 5 Minuten Flug hab ich alle über Bord geworfen. Es war richtig mühsam. Man kam in unangenehm hackiger Thermik bis auf Inversionshöhe, dort war dann erst mal Schluss. Zudem wurde die Luft von immer mehr Schirmen bevölkert, was mit der Zeit auch auf die Nerven ging. Trotzdem hab ich mal einige Zeit einfach mit allen anderen rumgekratzt.

Advance scheint auch am Testen gewesen zu sein, 2 Sigma 7 in der Luft, sind ab und zu neben dem Amisbühl auf einem “Privatplätzli” wieder reingelandet um sogleich wieder zu starten.

Irgendwann hab ichs zwischen den vielen Schirmen nicht mehr ausgehalten und hab versucht, weiter hinten querfeldein in Richtung Entlebuch zu fliegen. Aber leider kam ich einfach nie genügend hoch, um über den Amisbühl weiter an den Hohgant zu fliegen. Immerhin wurde die Thermik jetzt langsam etwas stärker und durchbrach die Inversion ab und zu, so bin ich dann halt rüber an den Brienzersee. Mein neues Zeil war klar: Ich wollte zum Wirzweli fliegen, um mein Jäggli, dass ich gestern dort vergessen hatte, abzuholen. Mühsam langsam gings dem Brienzersee entlang. Aber auch andere hatten Mühe, fast niemand ist auf Grathöhe geflogen und wenn doch, dann mit viel drehen um sich irgendwie drüber zu halten. Immerhin gings ohne grössere Absaufgefahr bis zum Brünig und drüber, in Richtung Sarnen und Stans wurde es dann aber zunehmend schwieriger… Inzwischen waren auch dichte Cirren aufgezogen und haben die Sache weiter verkompliziert. Ab dem kleinen Melchtal gings eigentlich nirgends wieder rauf, ich bin den Hängen entlang einfach so weit es eben ging in Richtung Stanserhorn geflogen und mit diesen Nullschiebern immerhin noch recht weit gekommen. Hab bei der Gelegenheit noch versucht, das Wirzweli irgendwie zu überhöhen und drüber zu fliegen, hatte aber keine Chance, im Gegenteil, es ging langsam immer weiter runter und so bin ich am Fusse des Stanserhorns irgendwann am Boden gestanden. Das Jäggli bin ich dann per Autostopp und Zug holen gegangen… ;-)

Hier der Flug auf xcontest.

War trotzdem OK, einiges an Airtime und vor allem wars schön, Barbara und Thomas wieder mal zu sehen. Ein Gruss noch an die beiden und bin immer gerne wieder mit dabei!

An anderen Orten ists offensichtlich besser geflogen, dem Drautal entlang war wieder mal 250km Südkantenreiten angesagt. Zudem über 600 Flüge allein an diesem Sonntag auf dem xcontest… Wahnsinn.

Zu den Ferien: Bald gehts los, morgen ist letzter Arbeitstag für die nächsten 2 Monate. Wird aber auch langsam Zeit, die letzten Wochen waren mühsam, wir im Geschäft irgendwie hoffnungslos überfordert mit dem Termin, die Vorbereitung der Ferien ist deswegen auch etwas zu kurz gekommen. Aber morgen abend wär das endlich mal geschafft, in 2 Monaten werd ich dann wahrscheinlich auf die liegengebliebenen Arbeiten treffen… Aber erst in 2 Monaten ;-)

Zum Artik: Der ist endlich aus dem Check zurück. Das Resultat ist etwas ernüchternd, war offensichtlich doch nicht so abwegig, dass ich letztes Jahr beim Hook alle Leinen ersetzt habe. Das Tuch scheint noch soweit in Ordnung zu sein, nicht mehr neu, aber OK, die Leinen aber scheinen etwas gelitten zu haben (vor allem die Reissfestigkeit der zum Test zerrissenen A-Stammleine war, wenn ich den Kreis und das Ausrufezeichen richtig deute, nicht mehr so hoch :-) ). Werd die deshalb irgendwann mal ersetzen müssen… kostet alles Geld, gut Fr. 700-800.- für einen kompletten Leinensatz (…und einen Tag Arbeit). Hier ist der Checkbericht, der Schirm ist zwar erst ein Jahr alt aber hat halt doch schon einige Flügli und Manöverli auf dem Buckel. In die Ferien mit darf er trotzdem…

Artik-Check

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