Sorgenfreies Engelbergertal
Der Samstag war ein richtig schöner Thermiktag, wenn man ein windgeschütztes Plätzchen gefunden hat. Zuerst gemütlich ausschlafen, danach an den Brändlen, viel Sonne war nicht und ich hab damit gerechnet, dass es erst mal einige Male nur runtergehen wird. Aber es ist schon beim ersten Start um ca. 12:30 Uhr ganz locker leicht bis an den Haldigrat rauf, ist definitiv nicht alltäglich und ich war erstaunt. So hab ich zum Glück nochmals toplanden können um wieder mal am Beschleuniger rumzubasteln.
Beim zweiten Start gings nicht mehr so leicht, der inzwischen stärker gewordene Talwind hat die Thermik zerrissen, nachdem es irgendwann sogar nach absaufen ausgesehen hat bin ich in Richtung Wirzweli übers Tal. Drüben am Fels ob Dallenwil gings wieder gemütlich soarend bis auf Gipfelhöhe (Achtung, hat eine recht gut sichtbare Stromleitung und ein fast nicht sichtbares Seil in Felsennähe, gefährlich), danach weiter an den Wellenberg, wiederum raufsoaren im Talwind, dann weiter an die Wand ob Grafenort und nochmals raufsoaren… War toll, das ganze Engelbergertal mal rein dynamisch abzufliegen.
Langsam gings hoch an die Walenstöcke und irgndwann zusammen mit einem Vogel weiter in der Thermik. So war der Sprung nach Engelberg an die Brunni auch geschenkt, dort gings in starker, aber wiederum vom Wind zerrissener Thermik schnell wieder nach oben und dann weiter an die Fürenalp. Dort hab ich umgedreht und bin wieder zurück an den Wellenberg geflogen. Eigentlich wollte ich dort einfach noch etwas soaren und Spass haben, aber die Blase war dagegen. Ich hab mir lange überlegt, auf dem Wellenberg zu landen, habs dann aber gelassen. Ich bin einige Male recht tief drüber geflogen um zu sehen, wie sich die Luft anfühlt und ob man wieder wegkommt. Deshalb meine Frage: Weiss jemand ob man auf dem Wellenberg bei Talwind starten kann (platzmässig sollte landen kein Problem sein) oder ist man dort in einem fiesen Lee, kommt nicht mehr weg und wandert dann den Hügel runter? Wenn man nur einige Bäume fällen könnte an der Nordwest-Ecke, dann wärs ein super Spassrevier (oder gleich ein grosser Plätz rausroden, dann wärs ein zweiter Brämabüel, landen, starten, Waggas, einfach Fun…
).
Am Sonntag gings noch einmal ins ideal föhngeschützte Engelbergertal an den Brändlen, Pädi war dabei, Marco und seine Kollegen haben wir am Hügel beim Tandemfliegen und filmen angetroffen. Diesmal war wirklich runterfliegen und damit Spielen angesagt, leider war mein Artik im Check und somit musste halt der Peak dran glauben. Der Schirm ist (zumindest im Trimm, beschleunigt bin ich bis jetzt noch vor deftigen Situationen verschont geblieben) wirklich harmlos, aber durch die Streckung wabert das Tuch wenn gestallt meist erst etwas undefiniert herum bis es nach einigen Augenblicken ruhig wird. Er ist zwar recht stabil im Sackflug aber antwortet nicht immer sehr willig auf Bremsinputs, oder zumindest nicht so unverzögert wie ichs vom Artik gewohnt bin. Ich hab natürlich wieder Helis versucht, aber s’ist schwierig damit, manchmal möchte das Tuch einfach nicht anfangen zu drehen, sprich, ich habe keinen vernünftigen hingekriegt. Brauch noch etwas Übung. Der Schirm ist halt schon eher zum gradausfliegen gemacht
Aber die krasseren Manöver macht eh Pädi. Durch einen Stall ist sein Schirm erst in eine recht sportlich ausschauende Kaskade um irgendwann nach dem obligaten Fall in die Leinen mit einem lauten Knall wieder weiterzufliegen. Da haben wir noch nicht Böses geahnt. Nach dem nächsten Flug hat Pädi allerdings ein 30cm langer Riss im Tuch entdeckt. Der Schirm ist jetzt bei High Adventure zur Reparatur, zum Glück für einige von uns hat Nova eine Werkstatt in der Nähe… ![]()
Ich hab den Riss leider nicht gesehen, falls Pädi ein Foto davon hätte…
Und jetzt regnet es wieder in Strömen und ich habe Stress wie selten… Zum Glück gehts bald in die Ferien.