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Jura-Tristesse

Ich muss mich noch bei den Jura-Piloten für das schlechte Wetter am Samstag entschuldigen. Ich war schuld, dass ist mir jetzt klar. Werde also nicht mehr so schnell zu euch kommen und das Wetter im Jura versauen. Nicht dass es zufälligerweise halt mal schlecht war, das Resultat des Experiments “Urs möchte im Jura fliegen gehen” ist wirklich reproduzierbar und eindeutig. Die Wettermodelle sollten entsprechend angepasst werden…

Kurze Zusammenfassung, was soll man sagen? Es war halt so wie immer, wenn ich im Jura unterwegs bin gewittert es dort um 11 Uhr, ist es abgedeckt, kommt der Wind aus irgendwelchen kriminellen Richtungen. War schon immer so.

Aber der Reihe nach. Angefangen hats damit, dass ich meine Wasserbalast-Vorrichtung im Zug nach Balsthal liegen gelassen habe. Nun gut, 100km fliegen kann ich auch ohne das Utensil, also ab an die Obere Wängi.

Christoph und ich stehen um halb zwölf alleine auf der Wängi. Da ists noch schön sonnig und ein herrliches Lüftchen weht uns von Matzendorf entgegen. Wir ziehen es aber vor, es gemütlich zu nehmen, noch etwas zu warten, den Windsack zu reparieren… Eine halbe Stunde später ist der Startplatz voll und die ersten Tropfen fallen. Zumindest für ein Flügli nach unten reichts noch.

Nicht das es nicht fliegen würde wäre, ein blau-gelber UP führt uns alle vor und dreht in den bedeckten Himmel auf.

Nach einigen Konfusionen bezüglich einem Alternativfluggebiet ziehen wir es vor, gescheiter als alle anderen zu sein und den Tag mal mehr oder weniger abzuschreiben. Wir gehen gemütlich was essen. 2 Stunden später, wir verlassen soeben das Restaurant, hängen 10 Schirme über dem nächsten Hügel! Scheint nicht unser Tag zu sein.

Wir wären gern auch dort gehangen. Verzweifelt an den Landeplatz der Schwengimatt, wir haben Glück und erwischen grad den Bus des ansässigen Flugclubs. So kommen wir zumindest noch zu einem zweiten Flügli. Wirklich fliegen tuts inzwischen nicht mehr, jämmerliches Soaring-Minimalaufwind-Nutzen-Kratzen ist angesagt, reicht aber auch nicht für einen langen Flug. Aber auch unsere Ansprüche sind in der Zwischenzeit gesunken und wir sind trotz allem doch zufrieden oder tun wenigstens so ;-)

PS, das darf nicht fehlen: Kompliment an den Flugclub und allgemein die Piloten, welche wir an dem Tag getroffen haben. Ich fand die Stimmung toll! Man ist irgendwie Leidensgenosse, das Bähnli fehlt halt auf die Hügel. Aber man organisiert sich, überall rauf fährt ein Büsli und das sogar zu sagenhaft günstigen Preisen. Mit dem Chauffeur kann man reden, man ist für Alternativen offen u.s.w. Die Atmosphäre war immer super locker. Fand ich spitze und komme gerne wieder, also fürchtet euch :-)

Um 18 Uhr (…oder so…) steige ich wieder ins Bähnli in Balsthal. Und siehe da, meine Wasserbalast-Vorrichtung liegt unter dem Sitz! Was für ein Zufall! Hat die zumindest eine Strecke gemacht… ;-)

Uersel Erlebnisse ,

  1. paraglog
    14. April 2008, 09:12 | #1

    Ja, wir haben wirklich alles falsch gemacht an dem Tag. Grrr…..

  2. andy
    14. April 2008, 15:24 | #2

    … übrigens – mir erging’s nicht besser in Mauborget. Dort blies es von “hinten”, danach warf sich die Meute vom Chaumont raus und ich konnte die Helden in der Basis beobachten während ich mit dem Zügle heim-(vorbei)fuhr … ;-(

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