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Grenzen ertasten am Peak 2

Noch schnell zum letzten Montag: Das Wetter war ja zumindest am Morgen wunderbar, hat dann aber schnell gewechselt und auch der Wind ist deutlich stärker geworden. Zum Fliegen hats aber trotzdem noch gereicht, bin um 11:30 Uhr in Engelberg-Brunni gestartet und es ist vor allem auf der Fürenalp-Seite passabel geflogen (Thermik mit Wind-Unterstützung).

Nachdem’s dann in mühsames kratzen ausgeartet hat bin ich um etwas vor 13 Uhr gelandet, eine halbe Stunde später war die Sonne komplett weg und es hat angefangen zu schneien.

Heute war weiterer “Peak Manöver-Testtag” am Brändlen, 4 Flüge. Wiederum Stalls und Sackflug zu Beginn, danach Front- und Seitenklapper, SAT-Versuche und zum Schluss noch Heli-Versuche.

Wie schon geschrieben, stallen ist nicht wirklich schwieriger als beim Artik. Sofern die Eintrittskante beim Anfahren schön offen und unter Zug ist schiesst der Schirm etwas mehr, die Bremswege sind aber auch kürzer und die Sache lässt sich gut kontrollieren. Für Asymmetriekorrekturen muss etwas mehr Bremse eingesetzt werden, da der Schirm nicht so wendig ist und im Stall nicht so gut auf asymmetrischen Bremsinput reagiert, wahrscheinlich auch weil im Vergleich zum Artik das Raffsystem an den Ohren fehlt.

Ähnliches wie beim Fullstall gilt auch für den Sackflug, Assymetrie muss mit etwas mehr Bremse korrigiert werden. Ansonsten verhält sich der Schirm sehr stabil, einiges stabiler als der Artik! Zudem fährt der Flügel sehr soft und zuverlässig wieder an und zeigt das kurze zweite Abreissen bei etwas Bremsinput während des Anfahrens viel weniger stark. Denke halt, dass mein Artik etwas vertrimmt ist, schicke ihn demnächst zum Check. Der Sackflug muss etwas sanfter eingeleitet werden, da ansonsten der Flügel durchgebogen wird und recht lange nachschwingt.

Das angenehme Sackflugverhalten hat natürlich grad zum Heli versuchen angeregt. Bis jetzt ist mir dieser zwar noch nicht so recht gelungen, das höchste der Gefühle waren etwa 3 unsaubere Umdrehungen, aber möglich ists auf jeden Fall! Was zum üben und den Schirm beanspruchts schätzungsweise auch nicht so stark.

Seiten- sowie Frontklapper sind .(…ohne Verhänger im Anschluss…) nicht schwierig. Beim Frontklapper kommen die Ohren manchmal etwas schneller nach vorne als die Mitte, ist mit einem Bremsimpuls, wenn der Schirm vorne ist, gut zu korrigieren. Beim Seitenklapper merkt man schon, dass der Schirm abdrehen will, zudem muss man beim Gegenbremsen vorsichtig sein, sonst gehts bald in den Sackflug. Die eingeklappte Seite muss meist mit ein oder zwei kräftigen Bremsimpulsen geöffnet werden, ist aber problemlos.

Den SAT hab ich 3 Mal versucht, hab aber bis jetzt immer nur eine SAT-ähnliche Spirale mit einem recht grossen eingeklappten Ohr erreicht. War vielleicht etwas zaghaft, mit diesem Schirm scheint das Manöver aber schon deutlich schwieriger zu sein. Werds aber sicher noch einige Male versuchen.

Fühle mich inzwischen recht vertraut und sicher am Peak und der Respekt vor irgendwelchen unerwarteten Turbulenzen ist deutlich kleiner geworden, hoffentlich bald (fast) ganz weg.

Am Wochenende scheint das Wetter seit langem wieder mal recht gut zu werden, vielleicht am Samstag an die Obere Wengi und am Sonntag nach Fanas… Mal schauen.

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