Fanas am 15.03.2008
Leider war das Wetter zuvor schlecht und ists jetzt auch wieder, aber am letzten Samstag waren die Prognosen vor allem für den Osten der Schweiz gar nicht so übel. Deshalb haben wirs seit langem wieder mal ab Fanas versucht. Wer sind wir: Sämi, Christoph, Pädi, Lukas und ich.
Um etwas nach 11 Uhr waren wir oben, allerdings schien der Respekt vor einem Absaufer bei allen Anwesenden noch recht gross und so gings erst mal in die Beiz. Jedoch nicht für lange, die Sonne schien und eigentlich musste was gehen, so fanden wir uns bald darauf am Startplatz wieder. Ich hatte meinen neuen Schirm (Niviuk Peak 23) dabei und startete zum ersten Flug damit, somit kam zur generellen Unsicherheit à la “hat es überhaupt Thermik” noch die etwas spezielleren wie “hab ich den Schirm im Griff”, “wie startet der vorwärts”, “wie sitzt das Gurtzeug nach langer Pause”… dazu. Wie auch immer, der Schirm startete, hoch gings zuverlässig und völlig unsicher fühlte sich die Sache auch nicht an, ich war fürs Erste zufrieden. Einzig das Gurtzeug war scheisse eingestellt und die Beschleunigerlänge stimmte hinten und vorne nicht, somit toplanden und einstellen.
Inzwischen kam der Flugtag langsam in Schwung, am Startplatz (Höreli) herrschte emsiges Treiben, so dass ich froh war, als ich endlich unter dem Schirm hing. Natürlich war ich immer noch sensibilisiert auf jegliche Regungen, die sich 6m über mir abspielten, deshalb genoss ich es, einfach mal etwas an der Sassauna rumzufliegen, in mässiger Thermik aufzudrehen, ab und zu einen Klapper zu ziehen oder einige Wing-Overs zu machen und langsam stellte sich eine gewisse Vertrautheit ein. Christoph und Lukas waren zu dem Zeitpunkt mit einigen anderen schon auf dem Weg in Richtung Stelser Berg, Sämi folgte mit etwas Abstand. Ich schwor auf Airtime und vermochte den Ehrgeiz vorerst zu unterdrücken, allerdings nur für eine weitere Sassauna-Runde, dann machte ich mich auch auf den Weg. Mit Hilfe der Vorflieger stellte sich der Stelser Berg als lösbar heraus und nach einigem eher mässigem Rumgegurke konnte ich dann doch überhöhen und weiterfliegen. Auch Sämi machte sich auf den Weg, Christoph war schon weitergeflogen und am Kratzen an der Madrisa, Lukas sah ich recht tief weiter draussen im Tal.
Glücklicherweise bin ich an der Madrisa hoch angekommen, so gings zügig wieder rauf und weiter nach Klosters. Dort nochmals rauf und auf zur Querung. Die hatte ich bisher noch nie wirklich geschafft, deshalb war ich gespannt aufs Resultat (bin an die Ostflanke des Landwassertals geflogen, war immerhin schon Nachmittag). Überraschenderweise gings ohne grosses suchen recht flott wieder hoch. Der angekündigte Föhn war hier als Südwind deutlich zu spüren, trotzdem gings langsam, aber sicher weiter nach Davos. Der Wind nahm aber zu und ich wusste nicht, wie’s mit der gemachten Höhe gelingen könnte, ans Jakobshorn weiterzufliegen (vielleicht hätte ich auf die Westseite wechseln sollen), also umgedreht und mit einem Affenzahn zurück nach Klosters. Auf dem Weg dorthin hat mich ein heftiger Schlauch durchgeschüttelt, ein erster ernstzunehmender Test des Schirms in starker Thermik und meines Vemögens, das zu handlen. Das hat mir nochmals einiges an Höhe eingebracht, so dass ich noch über Klosters auf den Gotschnagrat runterschauen konnte, so geil!
Christoph war inzwischen auch am Eingang des Landwassertals am Kratzen, Sämi befand sich schon wieder auf dem Rückweg von Klosters und war ausser Sichtweite. Irgendwann hats Christoph dann aufgegeben und nach einigen Manövern sind wir zusammen in Klosters gelandet.
War ein gemütlicher, wunderbarer Flugtag, hat immerhin für einige Kilometer gereicht und, was wichtiger ist, ich war seit langem wieder mal für knapp 3h in der Luft und konnte mich etwas an den Schirm gewöhnen. Danke an Christoph, wenn er nicht von der Sassauna weggeflogen wäre hätt ich’s wahrscheinlich auch nicht gemacht.
Am Landeplatz getroffen haben wir noch Stefan Hollenstein, er hat den Tag mit seinem Flug im xcontest gewonnen. Gratulation.
War wirklich ein echt schöner Flug. Endlich wieder einmal ein bischen Airtime….
Naja, wirgendwie halte ich es nicht wirklich lange an einem Ort auf und deshalb musste ich einfach auf Strecke gehen oder es zumindest versuchen. Hat ja schon ganz gut geklappt, auch wenn Urs uns allen ziehmlich um die Ohren geflogen ist.
Toll fand ich vor allem die Querung von Urs ins Landwassertal und als er zurück kam war er irre hoch. Von unten hats ausgesehen als obs im Gleitflug nach Schiers gereicht hätte….. echt cool.
Wenn noch jemand Fotos hätte wär das toll, ich hab natürlich keine… Einfach an mich, füge sie dann ein.
Hab auch keine, hatte die Kammera nicht dabei.